KE-Jetronic

Unterschiede KE-Jetronic:

Systemdruckregler: der Systemdruckregler befindet sich nun ausserhalb direkt neben dem Gemischregler.. Er verfügt über vier Anschlüsse. Der dicke Anschluss aus dem Mengenteiler regelt den Systemdruck auf 5,6 bar, Der Anschluss mit dem kleinen Rohr aus dem Mengenteiler lässt überschüssigen Kraftstoff aus der KE-Drossel abfliessen. Der Schraubanschluss mit Schlauch geht zum Tank zurück, und der Anschluss mit dem Gummischlauch ist ein sogenannter Belüftungsanschluss und lässt Kraftstoff, welcher über eine defekte Membrane austreten kann, wieder in den Ansaugflansch gelangen, bzw. be- und entlüftet die Kammer hinter der Membran. An diesen Schlauch befindet sich kein oder nur wenig Unterdruck.

Mengenteiler: der Mengenteiler ist nun anders aufgebaut. Das Differenzdruckventil wanderte in die Unterkammer. Die Unterkammer wird über den elektro-hydraulischen Drucksteller mit Kraftstoff versorgt. Bei nicht aktivem Drucksteller (Stellerstrom 0mA) beträgt der Differenzdruck zur Oberkammer 0,4 bar. (bei der KE-Jetronic 2.x 0,3 bar). Das überschüssige Benzin aus der Unterkammer fliesst über eine 0,3 mm-Bohrung, die KE-Drossel, zum Systemdruckregler und von dort in den Rücklauf. Auf dem Steuerkolben herrscht nun Systemdruck und wirkt als Dämpfung. Die Zumessung geschieht jetzt rein mechanisch durch Verschiebung der Steuerkante des Steuerkolbens gesteuert über die Stauscheibe, und durch die Verstellung des elektrohydraulischen Druckstellers.

Schubabschaltung: in der Oberkammer herrscht Systemdruck von ca. 5.0 bis 6 bar. Der elektrohydraulische Drucksteller besteht aus einer Ventilplatte, die zwischen einem Magnet sitzt. Diese verschliesst eine Bohrung, den Zulauf zur Unterkammer, wenn sie bestromt wird. Durch eine Änderung der Polung ändert sich ihre Position und realisiert eine Anfettung oder Abmagerung. Durch das vollständige Öffnen der Bohrung fliesst mehr Kraftstoff in die Unterkammer und erhöht den Unterkammerdruck. Das führt zum Verschliessen der Oberkammer und es fliesst kein Kraftstoff zu den Einspritzdüsen.

Lambdaregelung: der Unterkammerdruck steigt bei Abmagerung des Kraftstoff-Luft-Gemisches an und verschliesst damit den Zufluss zu den Einspritzdüsen. Es fliesst weniger Kraftstoff durch die Oberkammer zu den Einspritzdüsen. Bei Anreicherung des Kraftstoff-Luft-Gemisches, z.B. Kaltstart, verringert sich der Unterkammerdruck und das Kraftstoff-Luft-Gemisch wird fetter, weil mehr Kraftstoff zu den Einspritzdüsen strömen kann. Dabei pendelt der Stellerstrom zwischen -3 mA und 3 mA. Eine Spannung ist nicht messbar.

Dabei wurden aber noch zusätzliche elektrische Bauteile notwendig:

Temperaturfühler: zur Erfassung der Motortemperatur. Ein kalter Motor benötigt mehr Kraftstoff als ein warmer. Bei der K-Jetronic wird dieses über den Warmlaufregler (Bimetall) geregelt. Zudem führt eine Leitung zum Kraftstoffpumpenrelais, welches nun auch das Kaltstartventil abhängig von der Motortemperatur ansteuert.

Drosselklappenschalter: zur Erkennung Leerlauf, Vollast und Teillast. Dieser wird benötigt für die Leerlaufregelung und Vollastanreicherung. Die Schalter werden auch gleichzeitig für das Zündungssteuergerät benötigt.

Stauscheibenpotentiometer: für die Beschleunigungsanreicherung und Leerlaufregelung. An der Welle der Stauscheibe ist seitlich das Potentiometer (Stauscheibenpoti) angebracht, welches die Auslenkung der Stauscheibe erfasst. Dieses ist notwendig für die Beschleunigungsanreicherung, da beim Beschleunigen zusätzlich Kraftstoff eingespritzt werden muss und für die Vollasterkennung. Bei Fahrzeugen mit Leerlaufsteller wird auch die Leerlaufregulierung darüber gesteuert.

Gestängeschalter: dieses ist für Schubabschaltung zuständig und sorgt für eine Feinregulierung.

Geschwindigkeitssignal: sorgt für ein feineres Ansprechen der Schubabschaltung.

P/N-Schalter Automatikgetriebe: für die Drehzahlanhebung im Leerlauf.

Lambdasonde: Zirkonoxid-Lambdasonde mit Heizung zur Erfassung des Restsauerstoffgehaltes. In der Lambdasonde befindet sich ein keramisches Sondenelement, welches auf einer Seite mit dem Abgasstrom und auf der anderen Seite mit Umgebungsluft (über die Litzen des Anschlusskabels) verbunden ist. Oberhalb der Temperaturen von ca. 300 Grad beginnen die Sauerstoff-Ionen nach aussen zu wandern. Dadurch entsteht eine Spannung, welche an das Steuergerät gegeben wird. Dadurch erkennt das Motorsteuergerät den Restsauerstoffgehalt im Abgas und passt das Gemisch an, um Lambda 1, das ideale Gemisch, zu erhalten. Nur dann arbeitet der Katalysator einwandfrei und kann die Abgase umwandeln.

Kraftstoffpumpenrelais: war das Relais der K-Jetronic teilweise noch ein einfaches Arbeitsstromrelais, so ist das Relais der KE-Jetronic ein kleines Steuergerät für sich. Für die Abschaltung bei einem Unfall erhält das Relais ein Signal vom Zündschaltgerät, das TD-Signal. Dieses wird auch für die Drehzahlerkennung bei der KE-Jetronic genutzt, z.B. für die Leerlaufregelung. Zudem steht es auch für den Drehzahlmesser und etwaige Sonderausstattungen parat. Am Relais befinden sich ein Anschluss für Zündung an (Klemme 15), Dauerplus (Klemme 30), Startsignal vom Starter (Klemme 50) für das Kaltstartventil und für das Anziehen des Relais beim Starten solange das TD-Signal noch fehlt, Anschluss vom Temperaturfühler vom Steuergerät (TF für die Ansteuerung des Kaltstartventiles) und Anschluss für Masse (Klemme 31). Als Ausgänge sind dann Klemme 87 für die Kraftstoffpumpe, Lambdasondenheizung und das Kaltstartventil. Bei den Modellen 300E24 ist es ein Relais mit Zusatzfunktionen für Klimakompressor und die Nockenwellenverstellung.

Die KE-Jetronic verfügt über eine Fehleranzeige, die am Diagnosestecker oder über eine Fehlerlampe ausgeblinkt werden konnte.